Spreewald Camping

Auf der Suche nach einem nahe gelegene Wochenendziel rund um Berlin, kommen einige schöne Ziel in Frage. Verlasse Natur und kilometerlange Wasserwege, wie man sie sonst nur aus dem Urwald kennt. Der Spreewald im Südosten von Brandenburg ist ein riesiges Biosphärenreservat. Ruhe, Erholung und einfach in die Natur abtauchen stehen hier im Mittelpunkt. Höchste Zeit also, unser Abenteuer „Spreewald Camping“ zu starten.

Statt wie sonst üblich in Hotels, Pensionen oder Gasthäusern zu übernachten, wählten wir für unseren Aufenthalt eine ganz andere Unterkunft. Im Sommer 2019 entschieden wir uns, einen Wohnwagen zu kaufen. Wir beiden, bis zum heutigen Tag komplette Camping-Anfänger, wagten den Schritt in eine neue Art des Reisens und wurden nicht enttäuscht.


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Bereits im Vorfeld verbrachten wir viel Zeit in unserem neuen Zuhause und machten uns mit allem vertraut, so dass dem Abenteuer Spreewald Camping nichts mehr im Wege stand.

Unsere Unterkunft

Die Strecke von Berlin in den Spreewald verging, trotz verlangsamter Fahrt mit dem Wohnwagen-Gespann, recht schnell. Unser Platz für die kommenden zwei Nächte sollte der Campingplatz am See Hindenberg werden. Der Campingplatz liegt etwa 10min von Lübbenau entfernt. Nach unserer Ankunft und Anmeldung, begleitete uns ein netter Mitarbeiten zu unserem Stellplatz. Nach kurzer Einweisung begannen wir unseren Wohnwagen auszurichten und alles aufzubauen. Einzig der Aufbau des Vorzeltes bereitete uns ein paar Startschwierigkeiten, aber auch diese Hürde meisterten wir, sodass wir uns recht schnell, in unseren Stühlen zurücklehnen konnten. Den warmen Sommerabend ließen wir unter Sternenhimmel ausklingen.

spreewald camping
Unser eigens Zuhause am Wasser

Die erste Nacht in unserem neuen „Zuhause“ war einfach toll. Geweckt wurden wir nur durch das gezwitscher der Vögel im Baum über uns.

Nach einem ausgiebigen Frühstück erkundeten wir zunächst noch etwas den Campingplatz und machten uns mit den Abläufen vertraut.

Der Spreewald

Nach dem wir den Campingplatz „unsicher“ gemacht haben, ging es für uns nun in den Spreewald. Der Campingplatz liegt etwa 8km von der Stadt Lübbenau entfernt. Mit dem Rad ist die Strecke in etwa 30 min abgefahren. Auch für Autofahrer stehen in Lübbenau genügend gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Lübbenau kann gut als Tourismuszentrum des Spreewaldes angesehen werden. Der große Fährhafen, von wo aus im Minutentakt die berühmten Kahnfahrten starten, befindet sich hier. Auf dem Platz vor dem Hafen bieten viele Einheimische lokale Erzeugnisse, wie die berühmten Spreewaldgurken, Gurkenschnapps oder auch Handwerkskunst zum Kauf an. Mehrere Restaurants und kleine Cafes laden entlang des Hafens und der Altstadt zum entspannen ein.

lübbenau Gurkenstand
Auf dem Marktplatz am Hafen werden die verschiedensten Gurken angeboten, probieren lohnt sich!

Die Mehrheit der Besucher werden den Spreewald in einen der unzähligen Kähne erkunden. Wir dagegen entschieden uns selbst etwas aktiv zu werden und den Spreewald auf eigene Faust zu erkunden. Wir versuchen wo es nur geht, immer selbst etwas neues zu erkunden und nicht mit einem Schwarm voller Touristen mitzulaufen. So sind wir einfach unabhängiger von einer Gruppe und können unseren eigenen Weg gehen. Gerade hier im Spreewald gibt es viele einsame Flussabschnitte, die von den großen Kähnen überhaupt nicht befahren werden können. Mit den kleinen Kanus dagegen sind wir viel wendiger und können selbst die kleinsten Passagen durchqueren.

spreewald Lübbenau Hafen
Typisches Bild am Kahnhafen in Lübbenau

Da wir keine Reservierung bei einem Kanu-Ausleiher vorher getätigt hatten, war es an einem warmen, sonnigen Samstagnachmittag gar nicht so leicht, noch ein freies Kanu zu finden. Schlussendlich hatten wir Glück und fanden bei Bootsverleih Franke noch ein freies Kanu. Nach kurzer Einweisung, bekamen wir hier noch einige Routenvorschläge, die wir in den kommenden Stunden befahren könnten. Wir ließen unsere Kanu’s ins Wasser und machten uns auf, den Spreewald zu erkunden.

Unser Weg führte uns aus der Stadt Lübbenau hinauß und nach wenigen Metern waren wir bereits auf dem Südumfluter, der uns in ruhige Gewässer brachte. Je weiter wir uns von der Stadt entfernten, desto ruhiger wurde es auf den Flussarmen. Unterwegs trafen wir nur einige andere Kanuten. Stattdessen gesellten sich mehrere Enten zu uns, die uns neugierig begutachteten.

spreewald Kanutour
Eine kleine Entenfamilie gesellte sich zu uns

Nach einer Weile verließen wir den Südumfluter und gelangten über einen kleinen Kanal auf die Hauptspree. Hier wurde es etwas voller. Viele Sportler paddelten auf der Hauptspree weiter Richtung Leipe. Wir dagegen wollten so schnell es geht wieder von der Hauptspree runter und rein in die kleinen Flussarme. Der Lehder Fließ Süd brachte uns in genau dorthin. Der kleine Fließ, teilweise nur 2 Meter breit, schlängelt sich durch dichte Wälder.

Vogelgezwitscher und rascheln wohin man schaut, hier fühlt man sich wie in einem Urwald. Wir ließen uns einfach treiben und lauschten der Natur. Neben dichten Wälden passierten wir nun auch weite Wiesenlandschaften. Mit etwas Glück könnt ihr hier ein paar grasende Rehe beobachten. So langsam nährten wir uns auch schon wieder der Zivilisation. Der Wald wird lichter und am Horizont tauchten immer mehr Häuser auf.

Wir erreichten das kleine Örtchen Lehde. Nach längere Zeit auf den menschenleeren Fließ, kamen uns hier immer mehr Ausflugskäne und Kanuten entgegegen. Für uns war es nun Zeit, eine kleine Pause einzulegen. Im Lehder Gasthaus Oppot kehrten wir für eine Brotzeit ein und ließen die schönen letzten Stunden revue passieren.

Gasthof Oppot Lehde
Kleine Stärkung im Gasthaus Oppot

Nach unser Stärkung machten wir uns langsam auf den Rückweg Richtung Lübbenau. Auf dem Weg durchfuhren wir das kleine Örtchen Lehde. Entlang der Ufer reiht sich ein schönes Haus an das nächste. Auch die Gärten sind wie eine Oase angelegt. Die Menschen geben sich sehr viel Mühe und lassen ihre Häuser und Gärten in vollem Glanz erstrahlen. Auf dem Wasser wurde es zunehmend voller. Ein Kahn nach dem anderen ist hier unterwegs. Schon bald werden wir unser Ziel erreicht haben und die schöne, erhohlsame Zeit auf dem Wasser ist vorbei.

spreewald feuerwehrhaus
Hier kommt die Feuerwehr per Boot, einfach einmalig

Fazit

Wir verbrachten zwei wunderschöne Tage im Spreewald. Unser erstes Camping-Abenteuer haben wir gemeistert und wollen unseren Wohnwagen auch nicht mehr missen. Dieses Gefühl mit seinem eigenen Zuhause auf Rädern unterwegs zu sein und dort zu übernachten ist einfach toll. Für uns war der Besuch im Spreewald nicht der Erste und wird auch nicht der Letzte bleiben. Hier kann man wunderbar vom Alltag abtauchen und der Ruhe der Natur lauschen.


Gewusst wie

Hinkommen

Der Spreewald liegt im Süden Brandenburgs und ist schnell und günstig per Bahn erreichbar. Die Fahrzeit von Berlin nach Lübbenau beträgt etwa 90 Minuten. Wer stattdessen mit dem Auto anreist, folgt einfach der Autobahn A13 Richtung Cottbus. Auch hier erreicht man nach etwa 90 Minuten den Spreewald. Gebührenpflichtige Parkplätze stehen in Lübbenau ausreichend zur Verfügung.

Übernachten

Wer statt einem Campingplatz lieber einem Hotel den Vorzug geben möchte, wird im Spreewald schnell fündig. So gibt es zahlreiche kleine Pensionen und auch größere Wellnesshotels in denen ihr wunderbar entspannen und den Spreewald erkunden könnt. Vor allem in Burg haben sich neben der Therme auch einige schöne Hotels, wie etwa das Bleiche Resort & Spa, angesiedelt.

Euer passendes Hotel für euer Spreewald Wochenende findet ihr auf HRS.de*

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Eine Antwort

  1. Rebecca sagt:

    Oh da waren wir letztes Jahr auch! Uns hat es auch super gut gefallen. Das einzige war, dass es außerhalb des Campingplatzes sehr touristisch war.
    Aber der Campingplatz selber war einfach super schön und uns haben die kleinen Bächlein sooo gut gefallen!
    Dennoch auch sehr zu empfehlen!
    Freue mich schon auf eure nächsten Beiträge 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Rebecca
    von Wildnest Glamping

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